Toscana 2.0 Reloaded Day 4 / 2021

la dolce vita


04:40 Das Bier plagt mich. Will, dass ich aus dem warmen Schlafsack krieche und die Toilettenanlage aufsuche. Ich wehre mich mit dem Wissen, dass ich verlieren werde. Und so beginnt der Tag um 04:40 und endet wieder im Schlafsack um 04:45. Ihr werdet denken: äh, Camping, Zelt, umbequem. Nope, das ist es nicht. Eine anständige Matte, die isoliert, ein gutes Kissen und ein warmer Schlafsack, und dann schläft das wie im Bett zu hause. OK, wenn da bloss nicht irgendwelches Federfieh wäre, das mitten in der Nacht auf der Balz ist. OK, das Zelt hat keine Isolation, das ist ein Nachteil.

So, 07:00. Samba ist wie immer auf Camping Plätzen der erste, der sein Zelt abbaut. Es ist wie beim Miliär. Man ist der Erste und wartet auf den Letzten. Na ja, ich bin meistens der Letzte und das ist OK so.
So, dann mal los in die Stadt. Am See finden wir eine Bar. Kaffee, Brioche, Kaffee, Brioche,  in etwa diese Reihenfolge. Benzingespräche, Routenplanung, das ist eine gute Essenz eines beginnenden Tages.
Wir fahren los, die ACT Offroad Route wartet. Um es Zusammenzufassen: Schotter, Steine, hoch, runter, Aussicht und halt einfach alles, was die Pampa halt so hergibt. Und die grosse Frage, wird es das Dröhnchen überleben. Das war die zentrale Frage eingangs dieser Tour. Doch dazu später.






















Wir durchfahren das Weinbaugebiet Montepulciano und landen auch dort, um auf einer Terrasse in der Altstadt auf einem 1m breiten Balkon nebeneinander die grandiose Aussicht zu geniessen. Dann kommen wir an einer Vinothek vorbei. Worldwide delivery steht da auf einem Schild. Dekadent ? Nein gar nicht. Das ist tatsächlich so. Wir bestellen gleich je einen Container und sind gespannt, was unsere Frauen sagen werden, wenn in 2 Wochen ein Lastwagen vor der Türe steht.







Es geht weiter über die ACT. Nach 5kg Staub in der Lunge meldet sich der Magen, der dem Hirn signalisiert, Hunger. Wir kommen in der Altstadt von Ovito an, wo wir uns ein feines Mittagessen gönnen. Nach dem Mittagessen gibt es so ein Ritual inzwischen, das heisst "Dolce". Im Klartext gab es Crème brulée und Tirami Su.
Wird es das Dröhnchen überleben. Ja, aber nur knapp. Aber seht selbst. Ja, so ein Drohnenflug schaut schon super aus, aber irgendwie kann es auch in die Hose gehen. Nach intensiver Suche im Dornengebüsch haben wir die abgestürzte Drohne wieder gefunden. Aber hey, es schaut sonst super aus.


Dann weiter auf der ACT nach Amelia. Wir kommen fertig an, denn die ACT hat uns fertig gemacht. Wir sind heute Gast im Haus von Clemens. Ich habe ja schon vor einem Tag die Warnung ausgesprochen, dass nach unserem Besuch der Weinkeller leer  ist und der Grappa ausgetrunken ist. Aber erst mal ein Apéro. Apéro ??? Nö, wir müssen erst mal einkaufen gehen. Clemens hat einen über 30 jährigen Volvo in der Garage. Also mal eben die Batterie angeklemmt und es geht über die hauseigene Schotterstrasse nach Amelia. Der Turbolader und der Heckantrieb machen ähnlich Spass wie Motorradfahren. Die Karre ist wirlich der Hammer, fährt sich super. 5 Tüten später kommen wir aus dem Supermercato raus und dann ab nach Hause. Mit  italienischem Nummernschild fährt es sich irgendwie besser.











Angekommen, erst mal umziehen, aber vorher noch eine Dusche. Da war doch noch was mit dem Boiler. Ah ja, kaltes Wasser ist angesagt. Das Geschrei ist gross, fühlt es sich doch an wie Eiswasser aus der Antarktis. Nach wenigen Minuten ist aber auch dieses Thema gegessen und wir schmeissen erst mal den Grill an.
Der Abend endet damit, dass der Weinkeller um 2 Weinflaschen ärmer ist und der Grappa mit jedem Schluck besser wird.
Spicki

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